EMDR

EMDR (=Eye Movement Desensitization and Reprocessing) bedeutet, belastende, traumatische Ereignisse werden durch Augenbewegungen verarbeitet.

Diese Methode wurde von Francine Shapiro Ende 1980er Jahre entwickelt.

Das AIP (Adaptive Information Processing – adaptives Informationsverarbeiten) welches der Wirkweise von EMDR zugrunde liegt, geht davon aus, dass in jedem Menschen ein autonomes neurophysiologisches System aktiv ist, das alle eintreffenden Informationen kategorisiert und integriert, um ein mental-emotional-physiologisches Gleichgewicht zu erhalten. Bei Traumata, Stress und äußerer Bedrohung kann dieses System überfordert und die Informations-verarbeitung begrenzt sein. Dies passiert, wenn die Erlebnisse (Material) zu viel, zu schlimm, zu unerwartet kommen, ohne dass Kategorien zur Einordnung zur Verfügung stehen, sie werden inadäquat gespeichert und sind Ursachen von Störungen (Depression, Zwang,…), Reaktionen (Sucht, Selbstverletzung,…) Symptomen (Körpersymptome, Übererregung, Vermeidungsverhalten, Affektregulationsstörung…), irrationalem Verhalten (Schreck, Angst,….), kognitiven Verzerrungen und dysfunktionalen Überzeugungen („ich bin nichts wert“………….).

Hier setzt das EMDR an, indem es dieses System reaktiviert und dabei unterstützt, die Verarbeitung erneut aufzunehmen, und Erfahrungen, die in die Vergangenheit gehören, aber im „Hier-und-Jetzt“ durch Auslösesituationen Symptome auslösen wie damals, wieder dorthin zu transportieren (Münker-Kramer 2015).
Vor der Bearbeitung ist die Ressourcenaktivierung, unter anderem durch EMDR, ein bedeutender Faktor, da die Entlastung und Verarbeitung über die Verbindung zwischen Belastung und Ressourcen im neuronalen Netzwerk erfolgt.

Weitere Informationen unter: http://www.emdr-netzwerk.at

Diese TherapeutInnen bieten es an:

Gabriela Jungreuthmayer-Einsle

Psychotherapeutin
Einzel- und Paarsetting

Durch den traumatherapeutischen Ansatz hilft Ihnen Gabriela mehr Kontrolle und Selbstwirksamkeit in Ihrem Leben wiedererlangen zu können.