Angststörungen erzeugen großen Leidensdruck.
Nicht selten sind Betroffene komplett eingeschränkt in ihrem Lebensalltag, sie können nicht mehr Autofahren oder in den Aufzug steigen, meiden hohe Häuser, Flugzeuge oder Menschenansammlungen. Angst kann situationsspezifisch auftreten oder zum ständigen Begleiter werden.
Wie viel Angst ist noch „normal“? Die klassische Psychoanalyse unterscheidet zwischen Angstneurosen und Phobien. Bei der Phobie gelingt es meist, die innere Angst auf irgendetwas scheinbar Bedrohliches im Außen „zu richten“. Dieses äußere Objekt – wie zum Beispiel eine Spinne – wird dann ganz einfach vermieden. Bei der Angstneurose gelingt dies nicht mehr – die Angst ist „frei“ und ständig erlebbar, sie „generalisiert“ sich – Angst kann überall und in jeder Situation auftreten (z.B. Flugangst).
Aber woher kommt sie? Die moderne psychoanalytische Therapie legt ihr Augenmerk auf die früheren Sicherheit spendenden Beziehungserfahrungen. Dadurch entwickelt sich im Kind eine „innere Sicherheit“-also Selbstvertrauen – es kann dann in Gefahrensituationen auf diese verinnerlichten guten Erfahrungen zurückgreifen. Die psychoanalytischen Therapieformen helfen, diese unsicheren Bindungserfahrungen zu identifizieren, zu verstehen und zu korrigieren.
















