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Verhaltenstherapie – Blog

Verhaltenstherapie

…  ist ein wissenschaftlich fundierter psychotherapeutischer Ansatz, der sich auf die Veränderung problematischer Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen konzentriert. Im Gegensatz zu anderen Therapieformen, die stark auf die Vergangenheit und unbewusste Prozesse fokussieren, arbeitet die Verhaltenstherapie primär gegenwartsbezogen und lösungsorientiert. Sie basiert auf der Annahme, dass viele psychische Probleme erlernt wurden und daher auch wieder „verlernt“ oder durch neue, gesündere Verhaltens- und Denkmuster ersetzt werden können. Als eines der am besten erforschten Psychotherapieverfahren wird die Verhaltenstherapie bei zahlreichen psychischen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt und ist in Deutschland ein von den Krankenkassen anerkanntes Richtlinienverfahren.

Grundlagen und Entwicklung der Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie entstand in den 1950er und 60er Jahren und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Ihre theoretischen Grundlagen sind eng mit der experimentellen Psychologie und Lerntheorien verbunden.

Historische Entwicklung

Die Wurzeln der Verhaltenstherapie liegen in der Lernforschung. Pioniere wie Iwan Pawlow entdeckten mit seinen Experimenten die klassische Konditionierung, während B.F. Skinner das Konzept der operanten Konditionierung entwickelte. In den 1960er Jahren erweiterte Aaron Beck das Feld durch die Entwicklung der kognitiven Therapie, die sich auf die Rolle von Gedanken und Überzeugungen bei der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Probleme konzentriert.

In den folgenden Jahrzehnten verschmolzen verhaltenstherapeutische und kognitive Ansätze zur kognitiven Verhaltenstherapie (KVT). Die moderne Verhaltenstherapie hat sich in den letzten Jahren zur „dritten Welle“ weiterentwickelt, die auch Achtsamkeit, Akzeptanz und Emotionsregulation einbezieht.

Theoretische Grundannahmen

Die Verhaltenstherapie basiert auf mehreren Kernprinzipien:

  • Psychische Probleme werden als erlerntes Verhalten betrachtet, das durch neue Lernerfahrungen verändert werden kann
  • Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen beeinflussen sich gegenseitig
  • Die Therapie fokussiert auf konkrete, gegenwärtige Probleme statt auf die Vergangenheit
  • Wissenschaftliche Methoden und empirische Evidenz sind zentral für die Entwicklung und Anwendung von Behandlungstechniken
  • Jede Behandlung wird individuell an die spezifischen Probleme und Ziele des Patienten angepasst

Methoden und Techniken der Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie umfasst eine Vielzahl von Techniken, die je nach individueller Problemstellung und Therapiezielen eingesetzt werden.

Kognitive Techniken

Diese Methoden zielen darauf ab, dysfunktionale Gedankenmuster zu identifizieren und zu verändern:

  1. Kognitive Umstrukturierung: Erkennen und Hinterfragen negativer oder irrationaler Gedanken
  2. Gedankenprotokolle: Systematisches Aufzeichnen und Analysieren von problematischen Gedanken
  3. Reframing: Umdeutung von Situationen oder Gedanken in einen konstruktiveren Rahmen
  4. Problemlösetraining: Erlernen einer systematischen Herangehensweise an Probleme

Diese Techniken helfen Patienten zu verstehen, wie ihre Gedanken ihre Gefühle und ihr Verhalten beeinflussen, und ermöglichen es ihnen, alternative, hilfreichere Denkweisen zu entwickeln.

Verhaltensorientierte Techniken

Verhaltensorientierte Methoden konzentrieren sich auf die direkte Veränderung problematischer Verhaltensweisen:

Exposition: Bei Angststörungen werden Patienten schrittweise mit angstauslösenden Situationen konfrontiert, um Vermeidungsverhalten abzubauen und neue Erfahrungen zu ermöglichen.

Verhaltensaktivierung: Diese Technik wird besonders bei Depressionen eingesetzt, um Patienten zu motivieren, wieder aktiver zu werden und positive Erfahrungen zu sammeln.

Verhaltensexperimente: Hierbei werden Annahmen über befürchtete Konsequenzen durch praktische Erfahrungen überprüft und häufig widerlegt.

Rollenspiele: Das Üben schwieriger sozialer Situationen in einem sicheren Rahmen hilft bei der Entwicklung neuer sozialer Kompetenzen.

Selbstmanagement-Techniken

Ein wichtiges Ziel der Verhaltenstherapie ist es, Patienten zu befähigen, eigenständig mit ihren Problemen umzugehen:

  • Selbstbeobachtung: Systematisches Beobachten und Protokollieren von Gedanken, Gefühlen und Verhalten
  • Entspannungstechniken: Erlernen von Methoden wie progressive Muskelentspannung oder Atemübungen
  • Stressmanagement: Entwicklung gesunder Strategien zur Bewältigung von Belastungen
  • Rückfallprävention: Erarbeitung von Strategien, um mit Krisen und Rückschlägen umzugehen

Anwendungsbereiche und Wirksamkeit

Die Verhaltenstherapie hat sich bei der Behandlung zahlreicher psychischer Störungen als wirksam erwiesen.

Behandelte Störungsbilder

Die Verhaltenstherapie wird erfolgreich bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:

  • Angststörungen (Panikstörung, soziale Phobie, generalisierte Angststörung)
  • Depressive Erkrankungen
  • Zwangsstörungen
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Essstörungen
  • Suchterkrankungen
  • Schlafstörungen
  • ADHS bei Kindern und Erwachsenen
  • Persönlichkeitsstörungen (insbesondere mit speziellen Ansätzen wie der Dialektisch-Behavioralen Therapie)

Evidenzbasierung und Erfolgsraten

Die Verhaltenstherapie gehört zu den am besten erforschten Psychotherapieformen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen ihre Wirksamkeit. Besonders bei Angststörungen und Depressionen zeigt sie überdurchschnittlich gute Behandlungserfolge.

Die Erfolgsraten variieren je nach Störungsbild und individuellen Faktoren. Bei Angststörungen werden Erfolgsraten von 60-80 % berichtet, wobei Patienten eine deutliche Symptomreduktion erleben. Auch bei Depressionen zeigt die kognitive Verhaltenstherapie eine vergleichbare Wirksamkeit wie medikamentöse Behandlungen, hat jedoch den Vorteil einer geringeren Rückfallrate nach Therapieende.

Ablauf einer verhaltenstherapeutischen Behandlung

Eine verhaltenstherapeutische Behandlung folgt einem strukturierten Prozess, der individuell angepasst wird.

Diagnostik und Therapieplanung

Zu Beginn steht eine gründliche Diagnostik, bei der der Therapeut ein umfassendes Bild der Probleme, ihrer Entstehung und aufrechterhaltenden Faktoren gewinnt. Gemeinsam mit dem Patienten werden konkrete Therapieziele formuliert und ein individueller Behandlungsplan erstellt.

Therapieverlauf und Abschluss

Die eigentliche Therapiephase umfasst in der Regel 25-45 Sitzungen, die üblicherweise wöchentlich stattfinden. Im Verlauf werden die vereinbarten Techniken angewendet und Hausaufgaben zwischen den Sitzungen vergeben.

Gegen Ende der Therapie steht die Festigung des Erreichten und die Vorbereitung auf die Zeit nach der Therapie im Vordergrund. Oft werden die Abstände zwischen den Sitzungen vergrößert, um den Übergang zu erleichtern. Eine wichtige Komponente ist die Rückfallprophylaxe, bei der der Patient Strategien erlernt, um mit zukünftigen Krisen umzugehen.

Die Verhaltenstherapie zielt darauf ab, Patienten zu „Experten“ für ihre eigenen Probleme zu machen und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie langfristig selbstständig umgehen können.

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CHECK-IN GESPRÄCH (30 Min. 60 €): Wir analysieren gezielt Ihre Situation und empfehlen den effizientesten Behandlungs- oder Beratungsweg. Wählen Sie über dieses Online-Formular im Voraus, ob Sie mit einer PsychotherapeutIn (bei hohem Leidensdruck oder Diagnose) oder einem Coach (bei Themen: Persönlichkeitsentwicklung und Problemlösung) sprechen möchten.

Für einen regulären ERSTTERMIN (Arztkonsultation, Therapie, oder (Paar-)Coaching, 50 Min., ab 120 €), der Ihnen einen ausführlichen Einstieg in die Zusammenarbeit mit einem unserer ExpertInnen bietet, kontaktieren Sie direkt Ihre ExpertIn über die Teamseite oder schreiben Sie an info@wienercouch.at.

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Diese TherapeutInnen bieten es an:

Christian Leimpeters-Leth, M. Sc.

Psychotherapeut; Psychologe
Einzel-, Paar- und Gruppensetting, Teams

Wirksame Verhaltenstherapie – wertschätzend, transparent und auf Augenhöhe.

Paartherapie – Blog

Paartherapie

… ist eine spezielle Form der Psychotherapie, die sich an Paare in Beziehungskrisen oder mit Kommunikationsproblemen richtet. Sie bietet einen geschützten Raum, in dem beide Partner mit professioneller Unterstützung an ihren Beziehungsthemen arbeiten können. Das Ziel einer Paartherapie ist es, die Kommunikation zu verbessern, Konflikte konstruktiver zu lösen und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Dabei geht es nicht immer nur darum, eine Beziehung zu retten – manchmal hilft die Therapie auch dabei, eine Trennung respektvoll zu gestalten oder Klarheit über die Zukunft der Partnerschaft zu gewinnen.

Wann ist eine Paartherapie sinnvoll?

Eine Paartherapie kann in verschiedenen Phasen einer Beziehung hilfreich sein. Viele Paare suchen erst dann Hilfe, wenn ihre Probleme bereits stark eskaliert sind. Doch eine frühzeitige Beratung kann oftmals größere Krisen verhindern.

Typische Anlässe für eine Paartherapie

Es gibt zahlreiche Situationen, in denen eine Paartherapie unterstützen kann:

  • Wiederkehrende Konflikte und Streitereien, die das Paar nicht alleine lösen kann
  • Kommunikationsprobleme und Missverständnisse
  • Verlust von Nähe, Intimität oder Sexualität
  • Außenbeziehungen oder Vertrauensbrüche
  • Unterschiedliche Vorstellungen bezüglich Familienplanung oder Kindererziehung
  • Veränderungen in der Lebenssituation (Karrierewechsel, Umzug, Krankheit)
  • Bewältigung von Übergangsphasen (Geburt eines Kindes, Auszug der Kinder, Ruhestand)
  • Entscheidungsfindung über die Zukunft der Beziehung

Studien zeigen, dass insbesondere die ersten Jahre nach einer Familiengründung und die Phase, wenn die Kinder aus dem Haus gehen, kritische Zeitpunkte für viele Beziehungen darstellen.

Warnsignale für Beziehungsprobleme

Bestimmte Verhaltensweisen in einer Beziehung gelten als besonders problematisch und können auf einen Therapiebedarf hinweisen:

Kritik: Wenn Vorwürfe und Anschuldigungen den Platz von konstruktiver Kritik einnehmen
Abwehrverhalten: Wenn Schuld routinemäßig abgewiesen und zurückgewiesen wird
Verachtung: Wenn Respektlosigkeit, Sarkasmus oder Zynismus überhandnehmen
Mauern: Wenn ein Partner sich emotional zurückzieht und abschaltet

Diese von Paartherapeut John Gottman als „Die vier apokalyptischen Reiter“ bezeichneten Kommunikationsmuster können Beziehungen ernsthaft gefährden und sollten als Alarmsignale verstanden werden.

Ablauf und Methoden der Paartherapie

Eine Paartherapie folgt in der Regel einem strukturierten Prozess, der je nach Therapieansatz und individueller Situation variieren kann.

Erstgespräch und Diagnostik

Der Therapieprozess beginnt mit einem oder mehreren Erstgesprächen. Hier geht es darum, die Beziehungsgeschichte kennenzulernen, aktuelle Probleme zu erfassen und gemeinsame Ziele für die Therapie zu definieren. Manchmal führt der Therapeut auch Einzelgespräche mit jedem Partner, um ein umfassenderes Bild zu erhalten.

Auf Basis der gesammelten Informationen wird ein individueller Behandlungsplan entwickelt. Die Dauer einer Paartherapie kann stark variieren – von wenigen Sitzungen bis hin zu mehreren Monaten mit wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Terminen.

Therapeutische Ansätze in der Paartherapie

Es gibt verschiedene Therapieformen, die in der Paartherapie Anwendung finden:

Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT): Dieser Ansatz konzentriert sich auf die emotionalen Bindungsmuster zwischen den Partnern. Ziel ist es, negative Interaktionsmuster zu erkennen und durch sichere emotionale Bindungen zu ersetzen.

Systemische Paartherapie: Hier wird die Beziehung als System betrachtet, in dem jedes Verhalten eines Partners das Verhalten des anderen beeinflusst. Der Fokus liegt auf Kommunikationsmustern und Wechselwirkungen innerhalb der Beziehung.

Verhaltenstherapeutische Ansätze: Diese zielen darauf ab, problematische Verhaltensweisen zu identifizieren und durch konstruktivere Alternativen zu ersetzen. Konkrete Übungen und Hausaufgaben sind typische Bestandteile.

Gottman-Methode: Basierend auf jahrzehntelanger Forschung zu stabilen Beziehungen, fokussiert diese Methode auf sieben Prinzipien für eine gesunde Partnerschaft, darunter gegenseitiger Respekt, positive Kommunikation und gemeinsame Werte.

Praktische Elemente der Therapiesitzungen

In den Therapiesitzungen kommen verschiedene Techniken zum Einsatz:

  1. Kommunikationstraining: Erlernen von aktivem Zuhören und Ich-Botschaften
  2. Konfliktlösungsstrategien: Entwicklung von Methoden zur konstruktiven Auseinandersetzung
  3. Bewusstmachen von Beziehungsmustern: Erkennen wiederkehrender problematischer Interaktionen
  4. Förderung von Empathie: Übungen zum Perspektivwechsel und besserem Verständnis des Partners
  5. Hausaufgaben: Praktische Übungen zur Anwendung des Gelernten im Alltag

Wirksamkeit und Erfolgsaussichten

Wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit von Paartherapie. Je nach Studie berichten 60-75 % der Paare von einer deutlichen Verbesserung ihrer Beziehungsqualität nach einer Therapie. Besonders erfolgversprechend ist die Therapie, wenn beide Partner:

  • Motiviert sind, an der Beziehung zu arbeiten
  • Bereit sind, eigene Anteile an Problemen zu erkennen
  • Offen für Veränderungen sind
  • Die Therapie nicht als letzten Versuch nach jahrelangen ungelösten Konflikten sehen

Die Erfolgschancen sind höher, wenn Paare frühzeitig Hilfe suchen, bevor sich negative Kommunikationsmuster verfestigt haben. Aber auch lang andauernde Probleme können durch professionelle Unterstützung oft verbessert werden.

Zugang zur Paartherapie

In Deutschland gibt es verschiedene Wege, eine Paartherapie in Anspruch zu nehmen:

Kosten und Finanzierung

Anders als bei Einzeltherapien übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Paartherapie in der Regel nicht, da Beziehungsprobleme nicht als Krankheit im medizinischen Sinne gelten. In besonderen Fällen, wenn bei einem Partner eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung vorliegt, die mit den Beziehungsproblemen zusammenhängt, kann eine Kostenübernahme möglich sein.

Alternativen zur Finanzierung sind:

  • Selbstzahlung (je nach Qualifikation des Therapeuten zwischen 80 und 150 Euro pro Stunde)
  • Kirchliche Beratungsstellen (oft kostenfrei oder mit geringem Eigenanteil)
  • Städtische Beratungsstellen für Familien- und Lebensberatung (meist kostenfrei)
  • Einige private Zusatzversicherungen übernehmen anteilig die Kosten

Die Investition in eine Paartherapie kann sich langfristig lohnen, wenn dadurch eine für beide Partner zufriedenstellende Lösung gefunden wird – sei es in Form einer verbesserten Beziehung oder einer respektvollen Trennung.

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Diese TherapeutInnen bieten es an:

Christian Beer, MSc

Psychotherapeut und Coach
Einzel-, Gruppen- und Paarsetting

Ideengeber und Gründer der WIENER COUCH.

Christian Leimpeters-Leth, M. Sc.

Psychotherapeut; Psychologe
Einzel-, Paar- und Gruppensetting, Teams

Wirksame Verhaltenstherapie – wertschätzend, transparent und auf Augenhöhe.

Dr. Tanja Reiter – Narrenhofer

Psychologische Beraterin, (Business) Coach, Mentaltrainerin
Einzel-, Paar- und Gruppensetting

Tanja gilt unter ihren Klienten als felsenfeste Halt- und Strukturgeberin und zeichnet sich durch eine klare, direkte, stets kooperative Haltung aus, um gewünschte Veränderungen auch wirklich in Umsetzung zu bringen

Elisabeth Rieder

Lebens- und Sozialberatung
Einzel-, Paar- und Gruppensetting

Elisabeth begleitet Veränderungsprozesse, wenn sich KlientInnen gerade in einer Umbruch- oder Neuorientierungsphase befindet. Da das Leben oft nicht linear verläuft, hat sie sich vor allem auf komplexe Fragestellungen & Herausforderungen spezialisiert.

Mag. Awien Rainer

Psychotherapeutin, Coach
Einzel-, Paar- und Gruppensetting

Awien begleitet Sie dabei, Ihre Begabungen zu entfalten und Potenziale voll auszuschöpfen, damit Sie ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben führen können.

Mag. Barbara Fereberger

Klinische und Gesundheitspsychologin, Somatic Experiencing practitioner ®
Einzel- und Gruppensetting

Barbara arbeitet seit über 10 Jahren als Klinische und Gesundheitspsychologin, Körper- und Traumatherapeutin in freier Praxis in Wien.

Mag. Christian Brüser

psychologischer Berater, Dipl. Shiatsu-Praktiker, Geistlicher Begleiter
Einzel- und Gruppensetting

Christian berührt Menschen mit unterschiedlichen Techniken. Was gerade ist, darf sein und kann sich dadurch verändern.

Mag. Hiina Kana Smyth

Psychotherapist, Coach (English, German and Japanese)
Individual Coaching

Hiina has been successfully supporting individuals and couples from over 50 countries. She walks through the process with you to help you gain more insight about yourself and your life patterns, so you can make empowering changes.

Mag. Hiina Kanna Smyth

Psychotherapeutin (English, German and Japanese)
Individual therapy, group therapy, couple therapy

Hiina has been successfully supporting individuals and couples from over 70 countries.
She walks through the process with you to help you gain more insight about yourself and your life patterns, so you can make empowering changes.

Mag. Marlene Stöhr

Psychotherapeutin, Coachin
Einzel- und Paarsetting

Marlene unterstützt Klientinnen und Klienten mit einem lösungsorientierten und einfühlsamen Therapiestil.

Mag. Ursula Neubauer, MSc.

Hypnosystemische und Hypnowriting®-Coachin, Schreibtherapeutin, Supervisorin
Einzel-, Paar- und Gruppensetting, Workshops

Ursula hat sich auf die Arbeit mit wirkungsvollen, lösungsorientierten Methoden spezialisiert und bietet einen sicheren Rahmen für die gemeinsame Arbeit, damit Sie Ihr Ziel gut und rasch erreichen können.

Valeria Kuhn

Psychologische Beraterin, (Business) Coach, Mentaltrainerin
Einzel-, Paar- und Gruppensetting

Valeria Kuhn ist eine erfahrene Life Coachin und psychologische Beraterin. Mit ihrer fundierten Expertise unterstützt sie ihre Klienten dabei, ein erfülltes Leben im Einklang mit sich selbst zu gestalten.

Psychotherapeut – Blog

Psychotherapeut

… ist ein Fachspezialist für die Behandlung psychischer Erkrankungen und seelischer Beschwerden. Mit fundierter Ausbildung und speziellen therapeutischen Methoden unterstützt er Menschen dabei, psychische Probleme zu bewältigen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Psychotherapeuten arbeiten mit Patienten jeden Alters – von Kindern bis zu Senioren – und behandeln ein breites Spektrum an Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Traumafolgestörungen oder Persönlichkeitsstörungen. Ihre Arbeit umfasst Diagnostik, Therapieplanung und die Durchführung therapeutischer Gespräche und Interventionen.

Ausbildung und Qualifikation

Der Beruf des Psychotherapeuten ist in Deutschland gesetzlich geschützt und erfordert eine umfassende Ausbildung. Es gibt zwei grundlegende Wege, um Psychotherapeut zu werden: über ein Psychologiestudium oder über ein Medizinstudium mit anschließender Facharztausbildung.

Psychologischer Psychotherapeut

Der Weg zum psychologischen Psychotherapeuten führt traditionell über ein Psychologiestudium mit anschließender Psychotherapieausbildung. Seit der Reform des Psychotherapeutengesetzes 2020 hat sich der Ausbildungsweg grundlegend verändert:

  • Studium: Ein spezialisiertes Psychologiestudium mit dem Schwerpunkt klinische Psychologie und Psychotherapie (Bachelor und Master)
  • Approbation: Nach erfolgreichem Studienabschluss und bestandener staatlicher Prüfung wird die Approbation (Berufserlaubnis) erteilt
  • Weiterbildung: Anschließende Weiterbildung in einem anerkannten Therapieverfahren (Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder systemische Therapie)

Die gesamte Ausbildungsdauer beträgt mindestens acht Jahre und umfasst neben theoretischen Kenntnissen auch praktische Erfahrungen unter Supervision sowie eine Selbsterfahrung.

Ärztlicher Psychotherapeut

Ärztliche Psychotherapeuten sind zunächst Mediziner, die nach ihrem Medizinstudium eine Facharztausbildung absolvieren:

  • Medizinstudium (ca. 6 Jahre) mit Approbation als Arzt
  • Facharztweiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (5 Jahre) oder zum Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (5 Jahre)
  • Alternativ: Zusatzbezeichnung Psychotherapie für Ärzte anderer Fachrichtungen

Ärztliche Psychotherapeuten haben den Vorteil, dass sie auch Medikamente verschreiben und körperliche Erkrankungen behandeln können, die häufig mit psychischen Problemen zusammenhängen.

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut

Eine Spezialisierung stellt der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut dar, der sich auf die Behandlung von Patienten bis zum 21. Lebensjahr konzentriert. Nach der Reform wird diese Spezialisierung im Rahmen der Weiterbildung nach der Approbation erworben.

Therapieverfahren und Arbeitsweise

Psychotherapeuten arbeiten mit wissenschaftlich anerkannten Therapieverfahren. In Deutschland werden vier Hauptrichtungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen:

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie fokussiert sich auf aktuelle Probleme und deren Lösung. Der Psychotherapeut arbeitet mit dem Patienten daran, ungünstige Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern. Typische Methoden umfassen Expositionsübungen bei Ängsten, kognitive Umstrukturierung bei negativen Gedanken und die schrittweise Aktivierung bei Depressionen. Die Therapie ist strukturiert und zielorientiert, oft mit konkreten Übungen zwischen den Sitzungen.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Bei diesem Ansatz geht der Psychotherapeut davon aus, dass aktuelle Probleme mit unbewussten Konflikten zusammenhängen, die oft in früheren Lebensphasen wurzeln. Die Therapie zielt darauf ab, diese Konflikte bewusst zu machen und zu lösen. Der Fokus liegt auf dem Verständnis wiederkehrender, problematischer Beziehungsmuster und deren Veränderung.

Analytische Psychotherapie

Die analytische Psychotherapie basiert auf den Theorien Sigmund Freuds und ist eine intensivere Form der tiefenpsychologischen Behandlung. Der Psychotherapeut arbeitet mit dem Patienten an einer umfassenden Analyse unbewusster Prozesse und Strukturen der Persönlichkeit. Die Behandlung ist in der Regel längerfristig angelegt und umfasst mehrere Sitzungen pro Woche.

Systemische Therapie

Die systemische Therapie betrachtet psychische Probleme im Kontext des sozialen Systems, besonders der Familie. Der Psychotherapeut fokussiert sich auf Beziehungsmuster, Kommunikationsstile und die Rolle des Einzelnen innerhalb des Systems. Häufig werden auch Familienmitglieder oder Partner in die Therapie einbezogen.

Tätigkeitsfelder und Arbeitsumfeld

Psychotherapeuten arbeiten in verschiedenen Settings und Kontexten:

  1. Eigene Praxis: Viele Psychotherapeuten führen eine Privatpraxis oder eine Praxis mit Kassenzulassung
  2. Kliniken: Psychiatrische und psychosomatische Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen
  3. Beratungsstellen: Familien-, Erziehungs- oder Suchtberatungsstellen
  4. Forschung und Lehre: Universitäten und Forschungseinrichtungen
  5. Unternehmen: Betriebliche Gesundheitsförderung und Mitarbeiterberatung

Die Arbeitsweise eines Psychotherapeuten umfasst typischerweise Erstgespräche zur Diagnostik, regelmäßige Therapiesitzungen (meist 50 Minuten), Dokumentation, Supervision und Fortbildung. Die therapeutische Beziehung basiert auf Vertraulichkeit, Respekt und professioneller Distanz bei gleichzeitiger Empathie.

Herausforderungen und Berufsalltag

Der Beruf des Psychotherapeuten ist anspruchsvoll und bringt spezifische Herausforderungen mit sich:

  • Emotionale Belastung durch die intensive Beschäftigung mit psychischen Problemen
  • Notwendigkeit zur Selbstfürsorge und klaren Abgrenzung
  • Kontinuierliche Fortbildung und Supervision
  • Administrative Aufgaben wie Antragsstellung bei Krankenkassen und Dokumentation

Trotz dieser Herausforderungen berichten viele Psychotherapeuten von einer hohen Berufszufriedenheit. Die Möglichkeit, Menschen in schwierigen Lebenssituationen wirksam zu unterstützen und positive Veränderungen zu begleiten, wird als besonders erfüllend erlebt.

Die Nachfrage nach psychotherapeutischer Behandlung ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Dennoch gibt es in vielen Regionen Deutschlands Wartezeiten für einen Therapieplatz, was auf einen anhaltenden Bedarf an qualifizierten Psychotherapeuten hindeutet. Wer Interesse an menschlichem Verhalten, Einfühlungsvermögen und analytische Fähigkeiten mitbringt, findet in diesem Beruf eine anspruchsvolle und sinnstiftende Tätigkeit.

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Für einen regulären ERSTTERMIN (Arztkonsultation, Therapie, oder (Paar-)Coaching, 50 Min., ab 120 €), der Ihnen einen ausführlichen Einstieg in die Zusammenarbeit mit einem unserer ExpertInnen bietet, kontaktieren Sie direkt Ihre ExpertIn über die Teamseite oder schreiben Sie an info@wienercouch.at.

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Diese TherapeutInnen bieten es an:

Christian Beer, MSc

Psychotherapeut und Coach
Einzel-, Gruppen- und Paarsetting

Ideengeber und Gründer der WIENER COUCH.

Christian Leimpeters-Leth, M. Sc.

Psychotherapeut; Psychologe
Einzel-, Paar- und Gruppensetting, Teams

Wirksame Verhaltenstherapie – wertschätzend, transparent und auf Augenhöhe.

Christian Schneider, MA, BA

Psychotherapeut, Psychotraumatherapeut, Coach
Einzelsetting

Christian ist es wichtig, Menschen zu helfen, die Sicht auf ihren Lebensweg zu erweitern und Ihnen neue Möglichkeiten zu erschließen.

Claudia Pauler

Transaktionsanalytische Psychotherapeutin & Diätologin
Einzel-, Paar- und Gruppensetting,

Claudia bietet Ihnen die Zeit und den Raum, den Sie für Ihr Anliegen benötigen. Mit großer Aufmerksamkeit und Verschwiegenheit werden Sie auf Ihren Weg begleitet.

Dr. med. univ. Manuel Miksch

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin,
Einzelsetting

Im Mittelpunkt der ärztlichen Tätigkeit von Dr. Med. Univ. Manuel Miksch steht der Mensch in seiner Gesamtheit – mit individuellen Bedürfnissen sowie körperlichen und seelischen Gegebenheiten.

Dr. med. univ. Silke Roth

Fachärztin für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin
Einzelsetting

Mir ist wichtig, dass sich meine Patient:innen in ihrem Anliegen verstanden fühlen.

Dr. Stephan Paul Wildner

Facharzt für Psychiatrie
Einzelsetting

Dr. Wildner betrachtet den Menschen ganzheitlich und richtet Behandlung und Beratung an den persönlichen, körperlichen und seelischen Bedürfnissen aus.

DSP Eva Pamminger

//MOMENTAN AUF KARENZ// Psychotherapeutin, Diplom-Sozialpädagogin (DSP)
Einzel-, Paar- und Gruppensetting

Eva entdeckt mit Ihnen über einen intensiven Selbsterfahrungsprozess Potentiale und Ressourcen.

Gabriela Jungreuthmayer-Einsle

Psychotherapeutin
Einzel- und Paarsetting

Durch den traumatherapeutischen Ansatz hilft Ihnen Gabriela mehr Kontrolle und Selbstwirksamkeit in Ihrem Leben wiedererlangen zu können.

Mag. Awien Rainer

Psychotherapeutin, Coach
Einzel-, Paar- und Gruppensetting

Awien begleitet Sie dabei, Ihre Begabungen zu entfalten und Potenziale voll auszuschöpfen, damit Sie ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben führen können.

Mag. Hiina Kanna Smyth

Psychotherapeutin (English, German and Japanese)
Individual therapy, group therapy, couple therapy

Hiina has been successfully supporting individuals and couples from over 70 countries.
She walks through the process with you to help you gain more insight about yourself and your life patterns, so you can make empowering changes.

Mag. Marlene Stöhr

Psychotherapeutin, Coachin
Einzel- und Paarsetting

Marlene unterstützt Klientinnen und Klienten mit einem lösungsorientierten und einfühlsamen Therapiestil.

Mag. Sabine Pilz, BA

Psychotherapeutin für Systemische Familientherapie
Einzel-, Paar- und Gruppensetting

Sabine ist eine erfahrene Psychotherapeutin, deren Tätigkeit als Tennis-Schiedsrichterin ihre Arbeit mit Klienten auf eine besondere Weise bereichert.

Mag. Sandra Scharf

Psychotherapeutin, Klinische Gesundheitspsychologin, Arbeitspsychologin, Coachin
Einzel- und Paarsetting

Sandra begleitet und stabilisiert Sie bei beruflicher Neuorientierung; Schwerpunkte ihrer therapeutischen Arbeit sind die Behandlung und Prävention von Depressionen und Burnout.

Mag.a Alexandra Hasenzagl

Psychotherapeutin; Klinische und Gesundheitspsychologin
Einzel-, Paar- und Gruppensetting, Teams

Als Systemische Therapeutin geht es für Alexandra in der Therapie darum, Veränderungsprozesse zu aktivieren und Vertrauen in die eigene innere Landschaft zu gewinnen.

Mag.pth. Alexander Chernikov

Psychotherapeut und Coach
Einzel-, Gruppen- und Paarsetting

Alexander begleitet seine KlientInnen auf eine dynamische und empathische Weise. Und als Leistungssportler weiß er, wie man zielorientiert und dabei fürsorglich an sich arbeiten kann.

Oliver Hänel, BA

Psychotherapeut; Coach & Supervisor
Einzel-, Paar- und Gruppensetting, Teams

Oliver beschäftigt sich seit seinem Studium damit, unterschiedliche Weltbilder zu erkunden und deren Wirkung auf uns aufzuzeigen. Als Menschen tragen wir alle Geschichten in uns, die unseren Geist und Körper individuell formen.

Priv.-Doz. DDr. Lucie Bartova

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
Einzelsetting

Frau DDr. Lucie Bartova ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin. In einer vertrauensvollen Atmosphäre der Wiener Couch betreut sie Sie als Wahlärztin sehr gerne auf Deutsch, Englisch oder Tschechisch.

Priv.-Doz. DDr. med. Gernot Fugger

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
Einzelsetting

Herr Priv.-Doz. DDr. Gernot Fugger ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin. Sehr gerne betreut er Sie in der Wiener Couch als Wahlarzt auf Deutsch oder Englisch.

Psychotherapie – Blog

Psychotherapie

Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundierter Behandlungsansatz für psychische Erkrankungen und seelische Belastungen. Sie umfasst verschiedene Methoden, die darauf abzielen, psychisches Leiden zu lindern, emotionales Wohlbefinden zu fördern und die Lebensqualität zu verbessern. Durch gezielte Gespräche und spezifische Übungen unterstützen Psychotherapeuten ihre Patienten dabei, belastende Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zu verstehen und zu verändern. Die Behandlung kann bei Depressionen, Ängsten, Traumata und vielen anderen psychischen Problemen wirksame Hilfe bieten und ist ein wichtiger Bestandteil der modernen Gesundheitsversorgung.

Grundlagen der Psychotherapie

Die Psychotherapie basiert auf dem Verständnis, dass psychische Gesundheit von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren beeinflusst wird. Ein zentrales Element jeder erfolgreichen Therapie ist die vertrauensvolle Beziehung zwischen Therapeut und Patient, die als „therapeutische Allianz“ bezeichnet wird. Diese bildet das Fundament, auf dem alle weiteren therapeutischen Interventionen aufbauen können.

Geschichte der Psychotherapie

Die moderne Psychotherapie hat ihre Wurzeln im späten 19. Jahrhundert mit Sigmund Freuds Entwicklung der Psychoanalyse. Seine revolutionären Theorien zum Unbewussten und zur Bedeutung früher Kindheitserfahrungen prägten das Feld nachhaltig. Seitdem hat sich die Psychotherapie kontinuierlich weiterentwickelt. In den 1950er Jahren entstanden humanistische Ansätze mit Vertretern wie Carl Rogers, gefolgt von der kognitiven Verhaltenstherapie in den 1960er Jahren durch Aaron Beck und Albert Ellis. Heute umfasst die Psychotherapielandschaft eine Vielzahl von evidenzbasierten Methoden, die ständig durch neue Forschungsergebnisse verfeinert werden.

Wirkungsweise von Psychotherapie

Psychotherapie wirkt auf verschiedenen Ebenen:

  • Sie hilft, problematische Denkmuster und Verhaltensweisen zu erkennen und zu verändern
  • Sie fördert die emotionale Verarbeitung belastender Erfahrungen und Traumata
  • Sie unterstützt die Entwicklung neuer Fähigkeiten im Umgang mit Stress und Konflikten
  • Sie verbessert zwischenmenschliche Beziehungen und Kommunikationsfähigkeiten
  • Sie stärkt die Selbstwahrnehmung und das Selbstwertgefühl

Wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit von Psychotherapie bei verschiedenen psychischen Störungen. Die Effektivität ist dabei mit der von Medikamenten vergleichbar, oft mit längerfristigen und nachhaltigeren Ergebnissen, da nicht nur Symptome behandelt, sondern auch deren Ursachen bearbeitet werden.

Wichtige Therapieverfahren

In Deutschland sind vier Hauptverfahren als Richtlinienverfahren anerkannt und werden von den Krankenkassen übernommen:

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie konzentriert sich auf gegenwärtige Probleme und zielt darauf ab, ungünstige Denk- und Verhaltensmuster zu verändern. Sie ist besonders wirksam bei Angststörungen, Depressionen und Zwangsstörungen. Typische Methoden umfassen Expositionsübungen, kognitive Umstrukturierung und Verhaltenstraining. Der Ansatz ist strukturiert, zielorientiert und auf konkrete Veränderungen im Alltag ausgerichtet.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Diese Therapieform basiert auf psychoanalytischen Grundlagen, ist aber zeitlich begrenzter. Sie geht davon aus, dass aktuelle Probleme mit unbewussten Konflikten zusammenhängen können, die ihren Ursprung oft in der Kindheit haben. Im Mittelpunkt steht die Bearbeitung dieser Konflikte und die Förderung von Einsicht. Die Therapie hilft, wiederkehrende belastende Muster zu erkennen und zu durchbrechen.

Analytische Psychotherapie

Die analytische Psychotherapie ist ein intensives, längerfristiges Verfahren. Sie zielt darauf ab, unbewusste Prozesse bewusst zu machen und tiefer liegende Persönlichkeitsstrukturen zu verstehen. Die Therapie umfasst in der Regel mehrere Sitzungen pro Woche über einen längeren Zeitraum. Durch die Analyse von Träumen, freien Assoziationen und der therapeutischen Beziehung werden verdrängte Konflikte aufgedeckt und bearbeitet.

Systemische Therapie

Die systemische Therapie betrachtet psychische Probleme im Kontext von Beziehungssystemen, insbesondere der Familie. Der Fokus liegt auf Kommunikationsmustern und Interaktionen zwischen den Beteiligten. Häufig werden auch Angehörige in den therapeutischen Prozess einbezogen. Seit 2019 ist sie als viertes Richtlinienverfahren anerkannt und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Weitere Therapieansätze

Neben den Richtlinienverfahren gibt es zahlreiche weitere Ansätze, die teilweise ergänzend eingesetzt werden. Dazu gehören die Gesprächspsychotherapie nach Rogers, die Gestalttherapie, EMDR zur Traumabehandlung sowie achtsamkeitsbasierte Verfahren wie MBCT und ACT. Diese integrativen Ansätze gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden in vielen Fällen mit den klassischen Verfahren kombiniert.

Der therapeutische Prozess

Eine Psychotherapie durchläuft typischerweise mehrere Phasen:

Erstgespräch und Diagnostik

Der Therapieprozess beginnt mit einem oder mehreren Erstgesprächen zum Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung. Der Therapeut gewinnt ein Bild von den Beschwerden, der Lebenssituation und der Vorgeschichte des Patienten. Auf dieser Grundlage wird eine Diagnose gestellt und ein individueller Behandlungsplan entwickelt, der auf die spezifischen Bedürfnisse und Ziele des Patienten zugeschnitten ist.

Behandlungsphase

Die eigentliche Behandlung kann je nach Therapieverfahren und Problemstellung unterschiedlich gestaltet sein. Eine Kurzzeittherapie umfasst in der Regel 12 bis 24 Sitzungen, während eine Langzeittherapie bis zu mehreren Jahren dauern kann. Die Sitzungen finden meist wöchentlich statt und dauern 50 bis 90 Minuten. In dieser Phase werden konkrete Interventionen durchgeführt, neue Perspektiven erarbeitet und Veränderungsprozesse begleitet.

Abschlussphase und Nachsorge

Gegen Ende der Therapie werden die erreichten Fortschritte reflektiert und Strategien zur Aufrechterhaltung der Veränderungen erarbeitet. Der therapeutische Abschied ist selbst ein wichtiger Prozess. Manchmal werden Nachsorgetermine in größeren Abständen vereinbart, um den Übergang in den Alltag ohne regelmäßige therapeutische Unterstützung zu erleichtern und Rückfällen vorzubeugen.

Zugang zur Psychotherapie

In Deutschland haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf psychotherapeutische Behandlung. Der Weg zur Therapie führt über:

  1. Einen Termin zur psychotherapeutischen Sprechstunde
  2. Probatorische Sitzungen zum gegenseitigen Kennenlernen
  3. Die Beantragung der Therapie bei der Krankenkasse

Trotz des gesetzlichen Anspruchs kann es zu Wartezeiten kommen. Verschiedene Initiativen wie die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen sollen den Zugang erleichtern. In akuten Krisen stehen psychiatrische Ambulanzen, Krisendienste und spezialisierte Beratungsstellen als erste Anlaufpunkte zur Verfügung.

Die Wirksamkeit einer Psychotherapie hängt nicht nur vom gewählten Verfahren ab, sondern auch von der Passung zwischen Patient und Therapeut sowie der Motivation und aktiven Mitarbeit des Patienten. Eine offene Kommunikation über Erwartungen und Ziele trägt wesentlich zum Erfolg bei. Mit professioneller Unterstützung können selbst schwerwiegende psychische Probleme überwunden und ein erfüllteres Leben erreicht werden.

Sie wollen ein Beratungsgespräch oder einen Ersttermin vereinbaren?

CHECK-IN GESPRÄCH oder ERSTTERMIN – Ihr Einstieg bei der Wiener Couch:

CHECK-IN GESPRÄCH (30 Min. 60 €): Wir analysieren gezielt Ihre Situation und empfehlen den effizientesten Behandlungs- oder Beratungsweg. Wählen Sie über dieses Online-Formular im Voraus, ob Sie mit einer PsychotherapeutIn (bei hohem Leidensdruck oder Diagnose) oder einem Coach (bei Themen: Persönlichkeitsentwicklung und Problemlösung) sprechen möchten.

Für einen regulären ERSTTERMIN (Arztkonsultation, Therapie, oder (Paar-)Coaching, 50 Min., ab 120 €), der Ihnen einen ausführlichen Einstieg in die Zusammenarbeit mit einem unserer ExpertInnen bietet, kontaktieren Sie direkt Ihre ExpertIn über die Teamseite oder schreiben Sie an info@wienercouch.at.

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Diese TherapeutInnen bieten es an:

Christian Beer, MSc

Psychotherapeut und Coach
Einzel-, Gruppen- und Paarsetting

Ideengeber und Gründer der WIENER COUCH.

Christian Leimpeters-Leth, M. Sc.

Psychotherapeut; Psychologe
Einzel-, Paar- und Gruppensetting, Teams

Wirksame Verhaltenstherapie – wertschätzend, transparent und auf Augenhöhe.

Christian Schneider, MA, BA

Psychotherapeut, Psychotraumatherapeut, Coach
Einzelsetting

Christian ist es wichtig, Menschen zu helfen, die Sicht auf ihren Lebensweg zu erweitern und Ihnen neue Möglichkeiten zu erschließen.

Claudia Pauler

Transaktionsanalytische Psychotherapeutin & Diätologin
Einzel-, Paar- und Gruppensetting,

Claudia bietet Ihnen die Zeit und den Raum, den Sie für Ihr Anliegen benötigen. Mit großer Aufmerksamkeit und Verschwiegenheit werden Sie auf Ihren Weg begleitet.

Dr. med. univ. Manuel Miksch

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin,
Einzelsetting

Im Mittelpunkt der ärztlichen Tätigkeit von Dr. Med. Univ. Manuel Miksch steht der Mensch in seiner Gesamtheit – mit individuellen Bedürfnissen sowie körperlichen und seelischen Gegebenheiten.

Dr. med. univ. Silke Roth

Fachärztin für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin
Einzelsetting

Mir ist wichtig, dass sich meine Patient:innen in ihrem Anliegen verstanden fühlen.

Dr. Stephan Paul Wildner

Facharzt für Psychiatrie
Einzelsetting

Dr. Wildner betrachtet den Menschen ganzheitlich und richtet Behandlung und Beratung an den persönlichen, körperlichen und seelischen Bedürfnissen aus.

DSP Eva Pamminger

//MOMENTAN AUF KARENZ// Psychotherapeutin, Diplom-Sozialpädagogin (DSP)
Einzel-, Paar- und Gruppensetting

Eva entdeckt mit Ihnen über einen intensiven Selbsterfahrungsprozess Potentiale und Ressourcen.

Gabriela Jungreuthmayer-Einsle

Psychotherapeutin
Einzel- und Paarsetting

Durch den traumatherapeutischen Ansatz hilft Ihnen Gabriela mehr Kontrolle und Selbstwirksamkeit in Ihrem Leben wiedererlangen zu können.

Mag. Awien Rainer

Psychotherapeutin, Coach
Einzel-, Paar- und Gruppensetting

Awien begleitet Sie dabei, Ihre Begabungen zu entfalten und Potenziale voll auszuschöpfen, damit Sie ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben führen können.

Mag. Hiina Kanna Smyth

Psychotherapeutin (English, German and Japanese)
Individual therapy, group therapy, couple therapy

Hiina has been successfully supporting individuals and couples from over 70 countries.
She walks through the process with you to help you gain more insight about yourself and your life patterns, so you can make empowering changes.

Mag. Marlene Stöhr

Psychotherapeutin, Coachin
Einzel- und Paarsetting

Marlene unterstützt Klientinnen und Klienten mit einem lösungsorientierten und einfühlsamen Therapiestil.

Mag. Sabine Pilz, BA

Psychotherapeutin für Systemische Familientherapie
Einzel-, Paar- und Gruppensetting

Sabine ist eine erfahrene Psychotherapeutin, deren Tätigkeit als Tennis-Schiedsrichterin ihre Arbeit mit Klienten auf eine besondere Weise bereichert.

Mag. Sandra Scharf

Psychotherapeutin, Klinische Gesundheitspsychologin, Arbeitspsychologin, Coachin
Einzel- und Paarsetting

Sandra begleitet und stabilisiert Sie bei beruflicher Neuorientierung; Schwerpunkte ihrer therapeutischen Arbeit sind die Behandlung und Prävention von Depressionen und Burnout.

Mag.a Alexandra Hasenzagl

Psychotherapeutin; Klinische und Gesundheitspsychologin
Einzel-, Paar- und Gruppensetting, Teams

Als Systemische Therapeutin geht es für Alexandra in der Therapie darum, Veränderungsprozesse zu aktivieren und Vertrauen in die eigene innere Landschaft zu gewinnen.

Mag.pth. Alexander Chernikov

Psychotherapeut und Coach
Einzel-, Gruppen- und Paarsetting

Alexander begleitet seine KlientInnen auf eine dynamische und empathische Weise. Und als Leistungssportler weiß er, wie man zielorientiert und dabei fürsorglich an sich arbeiten kann.

Oliver Hänel, BA

Psychotherapeut; Coach & Supervisor
Einzel-, Paar- und Gruppensetting, Teams

Oliver beschäftigt sich seit seinem Studium damit, unterschiedliche Weltbilder zu erkunden und deren Wirkung auf uns aufzuzeigen. Als Menschen tragen wir alle Geschichten in uns, die unseren Geist und Körper individuell formen.

Priv.-Doz. DDr. Lucie Bartova

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
Einzelsetting

Frau DDr. Lucie Bartova ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin. In einer vertrauensvollen Atmosphäre der Wiener Couch betreut sie Sie als Wahlärztin sehr gerne auf Deutsch, Englisch oder Tschechisch.

Priv.-Doz. DDr. med. Gernot Fugger

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
Einzelsetting

Herr Priv.-Doz. DDr. Gernot Fugger ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin. Sehr gerne betreut er Sie in der Wiener Couch als Wahlarzt auf Deutsch oder Englisch.